New Roots – Naturverbundenheit fördern
Wir wollen neue Wurzeln in unserer Gesellschaft schlagen
… als Basis für stabile, nachhaltige Veränderungen
Unser Ziel ist es, die Verbindung zwischen Mensch und Natur zu stärken. Diese Verbindung ist angesichts von Klimaerwärmung, Artenverlust und zunehmenden mentalen Belastungen wichtiger denn je.
Das New Roots Project setzt dabei auf das wissenschaftliche Konzept der Naturverbundenheit (Nature Connectedness). Studien zeigen: Wer sich stärker mit der Natur verbunden fühlt, handelt umweltbewusster und erlebt mehr Wohlbefinden.
Um diese Wurzeln wachsen zu lassen, pflanzen wir neue Samen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereich – in Form konkreter Projektmaßnahmen:
- Erfahrungsbasierte Umweltbildungsprogramme in Schulen, für Kinder und Erwachsene
- künstlerische und kulturelle Aktionen, die Natur erlebbar machen
- Zusammenarbeit mit Unternehmen und Behörden zur Förderung nachhaltiger Unternehmensführung
Kofinanziert durch Interreg Deutschland-Nederland setzen wir gemeinsam mit 10 Partnerorganisationen von 2025 bis 2029 Projekte und Veranstaltungen um, um so die Naturverbundenheit in der Ems-Dollart-Grenzregion zu stärken.
Naturverbundenheit
Naturverbundenheit beschreibt unsere Beziehung zur Natur und wie stark wir uns als Teil von ihr fühlen.
Forschung zeigt: Eine enge Bindung zur Natur ist wichtig für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unser Glück.
Doch in der modernen Welt – besonders in westlichen Gesellschaften – ist diese Verbindung oft verloren gegangen. Wir sehen die Natur vor allem als nutzbar, statt uns als ökologischen Teil von ihr zu begreifen. Um dieses Verhältnis zu verbessern, braucht es ein neues Bild: Menschen gehören zur Natur, nicht über sie.
Naturverbundenheit entsteht nicht allein durch Wissen oder gelegentliche Begegnungen mit Natur. Entscheidend ist eine lebendige, emotionale Beziehung – wie zu einem guten Freund: durch gemeinsame Zeit, Aufmerksamkeit, Verständnis und Fürsorge. Gefühle wie Freude, Staunen, Ruhe oder Empathie spielen dabei eine große Rolle.
Je stärker wir uns mit der Natur verbunden fühlen, desto eher handeln wir auch im Sinne der Umwelt. Künstlerische Impulse und erfahrungsbasierte Umweltbildung können helfen, diese Beziehung neu zu beleben. Im New Roots Projekt setzen wir genau das um.
👉 Hier erfahren Sie mehr zu diesem Kooperationsprojekt!
Möchten Sie mitmachen? Vielleicht haben Sie sogar eine eigene (Firmen)fläche, die dafür genutzt werden kann? Dann melden Sie sich gerne bei uns.
Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der Europäischen Union führt verbindliche und einheitliche Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen ein. Zentrales Element sind die European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die von der Europäischen Kommission als rechtlich bindender Rahmen verabschiedet wurden. Ziel ist es, Transparenz und Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsinformationen zu verbessern.
Die ESRS gliedern sich in vier Bereiche:
- allgemeine Vorgaben,
- Umwelt,
- Soziales,
- Unternehmensführung.
ESRS 1 definiert grundlegende Prinzipien, etwa die doppelte Wesentlichkeit: Unternehmen müssen sowohl ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft als auch finanzielle Risiken und Chancen durch Nachhaltigkeit bewerten.
ESRS 2 enthält verpflichtende, themenübergreifende Angaben, z. B. zu Strategie, Governance und Prozessen zur Identifikation von Risiken und Chancen.
Im Umweltbereich gibt es fünf spezifische Standards: Klimaschutz und Energie (E1), Umweltverschmutzung (E2), Wasser und Meeresressourcen (E3), Biodiversität und Ökosysteme (E4) sowie Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (E5). Unternehmen müssen relevante Themen berichten, können jedoch nicht wesentliche Aspekte auslassen.
Für kleine und mittlere Unternehmen wurden vereinfachte, freiwillige Standards entwickelt. Gleichzeitig werden die ESRS aktuell überarbeitet, um Anforderungen zu vereinfachen und den Umfang der Berichtspflichten zu reduzieren.
Die Entwicklung der Standards erfolgt durch die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) in einem transparenten Verfahren unter Einbindung verschiedener Interessengruppen. Ergänzend entstehen Leitfäden, Schulungsangebote und digitale Tools, die Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen. International bestehen mit den Standards des International Sustainability Standards Board (ISSB) und der Global Reporting Initiative (GRI) weitere Rahmenwerke. Die ESRS sind mit diesen kompatibel und verbinden finanzielle Perspektiven mit den tatsächlichen Auswirkungen von Unternehmen auf Umwelt und Gesellschaft.
Die Grafik macht sichtbar, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung kein einzelnes Thema ist, sondern ein System aus vielen miteinander verbundenen Bausteinen. Genau diese Struktur erklärt, warum die Umsetzung für Unternehmen komplex ist – aber auch, warum sie zu mehr Transparenz führt.
Herr Cornelis Hemmer
Tel.: +49 30 394064-314
E-Mail: hemmer@stiftung-mensch-umwelt.de
